ÜBER mrhai
 

Als junger Mann kam Van Hai Tran (mrhai) aus Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) nach Ost-Berlin, in die damalige Hauptstadt der DDR. Ein Jahr schuftete er im VEB Werkstoffbau in Oberschöneweide, goss als Betonfacharbeiter Fertigteile für den Hausbau. „Ein echter Knochenjob“, erinnert sich mrhai. Als Ende 1989 die Mauer fiel, ging er in den Westteil der Stadt, jobbte als Hilfskoch in gutbürgerlichen Restaurants. „Ich merkte gleich: Gastronomie liegt mir“, so mrhai. Kein Wunder: Seine Mutter hatte in der südvietnamesischen Metropole Saigon ein kleines Lokal betrieben. 

In West-Berlin faszinierte Van Hai Tran vor allem die neue Mode von Sushi, die Ende der 1990er Jahre aufkam. Nach fünf Lehrjahren als Sushi-Koch, eröffnete er im Jahr 2000 die stylische Sushi-Bar Kabuki am Olivaer Platz in Wilmersdorf im Kaiten-Stil, und nennt sich seitdem mrhai. Schon bald wurde er mit seiner legendären frittierten mrhai-Roll, gefüllt mit Lachs, Avocado und Frischkäse, über die Grenzen Berlins hinaus als kreativer Sushi-Meister bekannt und kopiert. Es war der Anfang eines Feuerwerks an Kreativität, Verrücktheit und Spaß am Ausprobieren, das noch immer anhält.
Von Beginn an begeisterte er seine Gäste mit immer neuen Kreationen: mit grünem Spargel gepierctem Thunfisch, Hot Spicy Tuna-Reisrollen, bis zu den aktuellen Sushi- und Sashimi-Kreationen mit Miso-Gorgonzola-- oder Trüffel-Mayonnaise-Jakitori-Soße.

„Aber Sushi allein war mir auf Dauer zu wenig, ich wollte meinen Gästen auch Essen aus meiner Heimat anbieten, mit authentischen Zutaten, verfeinert mit kreativen Impulsen“, erklärt mrhai.
Das macht er seit fast vierzehn Jahren neben Sushi und Sashimi mit modern interpretierter Vietnam-Küche in dem Restaurant mrhai Life in Steglitz. Zum Repertoire gehört eine der besten Phở der Stadt, klassische vietnamesische Nudelsuppe, aber auch erfrischende Salate mit Hühnerfleisch, Minze, Asia-Basilikum und Chili oder Spezialgerichte wie knusprige Ente mit grünen  Bohnen, Kürbis, Auberginen, Kräutern und Tofu-Weichkäse-Soße.

Die nächste Stufe seiner Kreativküche zündet ab Ende Juli 2021 im neu gestalteten Restaurant mrhai Noon am Savignyplatz in Charlottenburg: Hier kombiniert er Zutaten wie edles Wagyu-Rind mit Bambus, Kai-lan (chinesischer Brokkoli), Wasabi-Salz und  Enoki-Pilzen.


mrhai: „Unsere Küche ist gesund, leicht, aromatisch, anregend, hebt die Laune und gibt Kraft.“ Zum Angebot gehören auch mehr als ein Dutzend vegetarische Gerichte.

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